Entwicklungsprozesse für den Menschen
Entwicklungsprozesse im Integralen Yoga
Die Entwicklungsprozesse des Integralen Yoga (Pūrṇa-Yoga) nach Sri Aurobindo weichen teilweise von denjenigen der traditionellen Yoga-Arten ab.
Das Ziel der traditionellen Yoga-Systeme ist der Aufstieg in göttliche Ebenen ohne Veränderung der Materie. Anstatt das Bewusstsein, wie bei den traditionellen Yoga-Arten, in höhere, göttliche Seinsebenen endgültig entschwinden zu lassen (Samādhi oder Nirvāṇa), geht es beim Integralen Yoga nebst dem Aufstieg auch um eine Herabkunft des Göttlichen in die Materie, um alle niederen Lebensbereiche (Mental, Vital, Physis und Unterbewusstsein) zu transformieren. Dieser Prozess ist schwieriger, doch erst eine Umwandlung der niederen Ebenen bringt die dauerhafte Befreiung.
Sri Aurobindo spricht dabei wie folgt von der dreifachen Umwandlung (Transformation):
- Die seelische oder psychische Transformation, bei der die Kräfte des Körpers, des Vitalen und Mentalen unter den seelischen Einfluss gebracht werden und nach und nach immer mehr dem seelischen Wesen überantwortet werden.
- Die spirituelle Transformation. Für die volle spirituelle Transformation ist ein ständiger Aufstieg vom niederen in das höhere Bewusstsein notwendig und eine wirksame, ständige Herabkunft des Höheren in die niedere Natur.
- Die supramentale Transformation, dies bedeutet die Herabkunft des Göttlichen in Mental, Vital, Physis und das Unterbewusstsein, um diese umzuwandeln (zu vergöttlichen).
Sri Aurobindo hat seine Erkenntnisse und Erfahrungen, welche sich mit denjenigen der vedischen Rishis decken, in zahlreichen Büchern und Schriften hinterlassen. Seine Werke wie Die Synthese des Yoga oder Das Göttliche Leben, welche zwischen 1914 und 1921 in der Zeitschrift Arya erstmals veröffentlicht wurden, enthalten bereits die Essenz der gesamten Lehre des Integralen Yoga. Zudem sind die gesammelten Briefe über den Yoga, welche Sri Aurobindo an seine Schüler geschrieben hat, eine schier unerschöpfliche Quelle von Informationen und Anweisungen für alle Integral-Suchenden.
In regelmässigen Abständen veröffentlichen wir Blog-Beiträge mit Zusammenfassungen zu bestimmten philosophischen Themen und über den Weg des Integralen Yoga.
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Das Wort Yoga ist mittlerweile in der ganzen Welt bekannt. Die meisten Menschen haben aber eine bestimmte Vorstellung von Yoga. Die einen assoziieren Yoga mit einer Person, welche im Padmāsana …
Wer sich auf den spirituellen Weg durch Ausüben einer Sādhanā begibt, sollte sich auf Hindernisse gefasst machen. Besonders im Integralen Yoga gemäss Sri Aurobindo und Mirra Alfassa (die Mutter) können …
Der Integrale Yoga gemäss Sri Aurobindo hat eine Umwandlung, eine Vergöttlichung der niederen Natur (Physis, Vital und Mental) zum Ziel und benötigt dafür eine schöpferische und transformative Kraft des Göttlichen, …
Im Integralen Yoga existieren im Gegensatz zu den traditionellen Yogasystemen keine allgemeingültigen Anleitungen für eine entsprechende Sādhanā. Sri Aurobindo und die MUTTER haben Ihre Schüler jeweils direkt sowie individuell angeleitet. …
Die drei Knoten oder Granthis beschreiben die physische, vitale und mentale Unwissenheit, die unser Bewusstsein an die physische Welt fesseln und unsere Seele an die oberflächliche Persönlichkeit binden. Wenn diese …
Der Integrale Yoga nach Sri Aurobindo weicht durch seine Methoden und seinem Ziel von den meisten Yogawegen ab. Da jeder Suchende eine andere Persönlichkeit hat, gibt es im Integralen Yoga …
Der Indologe Wilfried Huchzermeyer ist der Autor zahlreicher Bücher über indische Literatur, Yoga und andere philosophische Themen. Seine Werke sind für viele Yogalehrerinnen und Yogalehrer seit vielen Jahren eine wertvolle …
In den Hindu-Schriften (Kaṭha-Upaniṣad, Bhagavadgītā) wird das Universum als umgekehrter Ashvattha-Baum beschrieben, dessen Wurzeln in den höheren göttlichen Welten von sat-cit-ānanda (Sein – Bewusstsein – Glückseligkeit) liegen und dessen Äste …
Das Gāyatrī Mantra gehört zu den bekanntesten Mantren des Hinduismus. Früher war es nur Gläubigen der höheren Kasten erlaubt, das Mantra zu rezitieren. Heutzutage beten es die meisten Hindus täglich …
Das Gleichnis der zwei Vögel auf dem gleichen Baum, ist eine bekannte Textstelle in den Upanishaden, welche das Verhältnis der individuellen, menschlichen Seele zur universellen göttlichen Seele beschreibt. Ganz oben …
Sri Aurobindo unterscheidet zwischen den alten, herkömmlichen Yogamethoden und dem Integralen Yoga (Pūrṇa-Yoga). Die Methoden und das Ziel des Integralen Yoga weichen teilweise von denjenigen der traditionellen Yogaarten ab. Dieser …
„Der Ausdruck “zentrales Wesen” wird in unserem Yoga gewöhnlich für jenen Teil des Göttlichen in uns angewendet, der alles Übrige stützt und der Tod und Geburt überdauert. Dieses zentrale Wesen …
In der Taittirīya-Upaniṣad werden die 5 Verhüllungen (Sanskrit: kośa) von Ātman, der unvergänglichen göttlichen Seele, wie folgt aufgeführt: Annamaya kośa, die Verhüllung durch den physischen Körper. Prāṇamaya kośa, die Verhüllung …
,Bewusstsein‘ ist ein nur schwer zu definierender Begriff, da ein bewusstes Erleben oder Erfahren immer davon abhängt, wie weit unser Bewusstsein ist und welche Bewusstseinsebenen wir erreichen können. Das menschliche …
Gerade in Zeiten der Verunsicherung boomen Angebote, welche Kontakte mit Verstorbenen versprechen. Dieser Beitrag befasst sich mit der kritischen Einstellung gegenüber Medialität, Channeling sowie Spiritismus aus der Sicht des Integralen …
Für das Verständnis des Integralen Yoga nach Sri Aurobindo und Mirra Alfassa (die Mutter) ist ein exaktes Wissen über die Topografie der Seins- und Bewusstseinsebenen von Vorteil. Sri Aurobindo hat …
In der Kaṭha-Upaniṣad wird die menschliche Existenz mit einem Wagen verglichen, der von fünf Pferden gezogen wird. Der Wagen entspricht dem Körper (śarīra), die fünf Pferde entsprechen den fünf Sinnesorganen …
Es gibt zweierlei Wege, die Cakren – die feinstofflichen Bewusstseinszentren in der Wirbelsäule – durch Yoga-Sādhana zu öffnen: 1. Von unten nach oben (traditionelle Yoga-Methoden) 2. Von oben nach unten …
Der physische Körper wird in der Taittirīya-Upaniṣad annamaya kośa genannt und gilt als eine von fünf Verhüllungen (kośa) der göttlichen Seele (ātman). Mehr dazu im Blogbeitrag ‚die fünf Umhüllungen von …
Mahāmṛtyunjaya Mantra, das grosse den Tod überwindende Mantra, auch Tryambakam Mantra genannt, ist ein Vers aus dem Ṛigveda (Vers 7.59.12). Es wendet sich an Tryambaka „den dreiäugigen Gott“, eine Ansprache …
Sri Aurobindos philosophisches Hauptwerk: Das göttliche Leben. Sri Aurobindo war seit seiner Jugend ein leidenschaftlicher Dichter, schon auf der Schule in England verfasste er Verse sogar in griechischer und lateinischer …
Die Macht, die in diesem Yoga wirkt ist von kompromissloser Art und duldet am Ende nichts Grosses und nichts Kleines, wenn es der Wahrheit
und ihrer Verwirklichung im Wege steht.

Ihr tragt in euch all die Hindernisse,
die zur vollkommenen Verwirklichung nötig sind.
Wenn ihr ein sehr schwarzes Loch entdeckt,
seid sicher, dass es irgendwo in euch
ein grosses Licht gibt. Es liegt an euch,
es zu verstehen, das eine zu nützen,
um das andere zu verwirklichen.






















